Lyrik und Politik, oder genauer gesagt: politische Kommunikation und Lyrik, die sich den großen Themen des menschlichen Zusammenlebens nicht verschließt; und der Glaube eines Menschen, dessen Beruf das Wissen ist — das sind zwei Themenkomplexe, nach denen ich im Interview mit DasGedichtBlog.de befragt wurde. Die Fragen stehen hier (Sie können ja bei der einen oder anderen mal überlegen, wie Sie geantwortet hätten), das komplette Gespräch auf DasGedichtBlog.de, in der Interviewreihe zum 25. Geburtstag der Zeitschrift DAS GEDICHT.

 

Lieber Christophe Fricker, Sie stehen für tiefsinnige, aber verständliche Lyrik voller Eleganz. In Ihrem letzten Lyrikband »Meet Your Party« fiel mir besonders das Gedicht »Was dachte Gott, als er den Herbst schuf?« ins Auge. Sind Sie ein stark religiös motivierter Mensch?

Antworten wie gesagt auf DasGedichtBlog.de

Sie sind ja nicht nur Lyriker und Autor, sondern auch Wissenschaftler. Das Ende der Religion war bereits am Horizont zu sehen, doch seit einiger Zeit ist so etwas wie eine Renaissance des Glaubens zu beobachten. Gleichzeitig entstehen neue wissenschaftliche Forschungszweige wie etwa die Neurotheologie, ein Ansatz innerhalb der Neurowissenschaften, der religiöses Empfinden und Verhalten mit den Methoden der Neurobiologie zu erforschen sucht. Was denken Sie über solche Theorien von »Gott im Kopf«?

 

In Ihrem Gedicht »Fragen des Passagiers«, das den »Abend für das Gespräch mit dem Steuermann« reserviert, ebenso wie in Gedichttiteln wie »Gloria« oder »Der Hoffnungsträger« oder im »Stoischen Gedicht« mit dem Tod als steten Begleiter ist eine metaphysische Denkrichtung erkennbar. Sie selber schreiben: »Diese kleinen Texte sind mein Versuch, etwas über die Welt zu sagen.« Mir scheint, sie sind auch ein Versuch, etwas über Sie selbst und Ihr Empfinden der Welt zu sagen?

 

Sie studierten Politik, Germanistik und Musikwissenschaft in Freiburg, Singapur und Halifax und promovierten über Stefan George am St John’s College, Oxford. Danach arbeiteten sie als Post-doctoral Lecturing Fellow sowie bis zum Sommer 2010 als Geschäftsführender Direktor des deutschen Sprachprogramms an der Duke University. Sie übersetzen Bücher aus dem Englischen und Amerikanischen. Wäre es da nicht naheliegend gewesen, Ihre eigene Lyrik gleich selbst ins Englische zu übersetzen?

 

Glauben Sie an die Wirkung und Zukunft des politischen Gedichtes?

 

Besonders interessant finde ich Ihr Standbein als Wissensdienstleister in einer Zeit, in der beinahe sämtliches Wissen jedem frei zur Verfügung steht. Wie sieht das Endprodukt in Ihrem Unternehmen aus: Fertigen Sie wissenschaftliche Analysen an? Sind Sie als Unternehmer auch an der Mitarbeitergewinnung beteiligt und bringen Sie sich selbst als Wissenschaftler aktiv in die Expertisen mit ein?

 

Im März dieses Jahres nahmen Sie an einem Workshop in Bath mit dem Thema »Bridging the Gap: Co-Production in Modern Languages« teil. Um was genau ging es in diesem Workshop und waren die Ergebnisse für Sie zufriedenstellend?

 

Lieber Christophe Fricker, im April dieses Jahres sprachen Sie auf der European Communications Convention zum Thema »Fake News«. Besteht nicht gerade auch im Bereich von Kunst und Kultur die Gefahr, durch krasse Übertreibungen oder sogar aus der Luft gegriffene Behauptungen eine verzerrte Wahrnehmung der Realität zu erzeugen bzw. eine ganz neue zu schaffen? Ein paar Beispiele: »der beste Dichter aller Zeiten«, »die bekannteste Pop-Band Europas«, »DER Bestseller schlechthin« – letzterer wird ja oft schon angekündigt, bevor das Buch überhaupt erschienen ist … Können Sie ein, zwei Kriterien oder Tricks verraten, mit denen man seinen Content sowohl bei der Erstellung als auch bei der Distribution faktensicher machen kann?

Antworten also auf DasGedichtBlog.de!